Sādhu‐Saṅga

Jedes Jahr nach Gaura‐Pūrṇimā pflegte Śrīla Bhak­ti­pra­jñāna Keśava Gos­vāmī Mahārāja seine Gott­brüder und die ācāryas der anderen Gauḍīya‐Maṭhas auf­zu­su­chen und sie zu ehren. Er besuchte die āśramas Bhak­tib­hū­deva Śrauti Mahārājas, Bhak­tiśrīrūpa Sid­dhāntī Mahārājas und Bhak­ti­jīvana Janār­dana Mahārājas. Die Vaiṣṇavas trafen sich und erwiesen sich gegen­seitig Ehre. Sie spra­chen über ihre Ver­wirk­li­chungen, wie sie Mahāprabhu künftig dienen und erfreuen wollten und über ihre näch­sten Schritte, Mahāprabhus Bewe­gung auf der Welt zu ver­breiten. Sie kamen zusammen, um an den Stim­mungen und Ver­wirk­li­chungen ihrer Gott­ge­schwi­ster teil­zu­haben, denn obwohl sie alle zur selben Familie Mahāprabhus gehörten, besaß doch jeder sein eigenes Sen­ti­ment.

Die hei­ligen Flüsse wie die Gaṅgā, Yamunā, Godāvarī, Tāpti und Nar­madā führen scheinbar das­selbe Wasser, doch in Wahr­heit hat jeder Fluss eigene unver­wech­sel­bare Eigen­schaften. Wenn die Flüsse in den Ozean münden und sich ver­ei­nigen, ver­lieren sie ihren Namen, ihre Stel­lung und ihre Eigen­schaften. Dieses ver­mischte Wasser heißt dann Ozean. Es ist salzig und nicht trinkbar. In glei­cher Weise findet man in einer Glau­bens­ge­mein­schaft ver­schie­dene Tempel und Gruppen. Dies ist von Kṛṣṇa selbst so vor­ge­sehen, so wie er auch unter­schied­liche hei­lige Flüsse erschaffen hat. Diese Tren­nung sorgt dafür, dass die indi­vi­du­elle Beson­der­heit und Groß­ar­tig­keit der ein­zelnen Gemein­schaft erhalten bleibt.

Ācārya Kesarī nahm sich ins­be­son­dere Zeit für ein Treffen mit Pūjya­pāda Bhak­ti­rakśaka Śrīd­hara Gos­vāmī Mahārāja. Er nahm jedes Mal viele Schüler mit sich und fragte seinen Gottbruder‐ācārya: „Wel­chen Nektar hast du in letzter Zeit ver­teilt? Welche Bücher und Lieder hast du ver­fasst?“

In dem Jahr, in dem Śrīla Guru­deva, Śrīla Bhak­ti­ve­dānta Vāmana Mahārāja und Śrīla Bhak­ti­ve­dānta Tri­vi­krama Mahārāja san­nyāsa annahmen, ging Ācārya Kesarī mit ihnen und anderen san­nyāsīs und brah­macārīs, um seinen Gott­bruder Ehre zu erweisen. Ācārya Kesarī und Pūjya­pāda Śrīd­hara Mahārāja ver­neigten sich vor­ein­ander, umarmten sich und stellten sich gegen­seitig Fragen nach ihrem Wohl­ergehen.

Ācārya Kesarī stellte seine frisch­ge­backenen san­nyāsīs vor. Pūjya­pāda Śrīd­hara Mahārāja seg­nete sie und fragte dann Śrīla Bhak­ti­ve­dānta Vāmana Mahārāja: „Jagad‐Guru Śrīla Prab­hupāda führte die san­nyāsa-Ein­wei­hungen in der Gauḍīya‐Sampradāya ein. Die śāstra schreibt 108 Namen für san­nyāsīs vor. Vāmana ist einer der Haupt­namen. Aber bist du Vāmana Dāsa oder Vāmana Mahārāja? Vāma­na­deva ver­wan­delte sich in den rie­sigen Tri­vi­krama. Ist er nun Tri­vi­krama Dāsa oder Tri­vi­krama Mahārāja? Warum bekommen san­nyāsīs den Titel Mahārāja?“

Als er diese Frage hörte, lächelte Ācārya Kesarī. Śrīla Bhak­ti­ve­dānta Vāmana Mahārāja gab dann eine erhel­lende und gut durch­dachte Ant­wort. Zuerst sagte er: „Vaiṣṇava Ṭhākura, Sie kennen die Frage und die Ant­wort. Ich spreche nur auf Ihre Anwei­sung. Bitte berich­tigen Sie mich, wie ein Lehrer seine Schüler berich­tigt. Śrī Vāma­na­deva begab sich zum König der Dämonen, Bali Mahārāja, und bat ihn zum Wohl der Halb­götter um seine guru‐bhakti. Unter dem Vor­wand, drei Schritte Land zu erbitten, nahm Vāma­na­deva Bali Mahārāja alle Fröm­mig­keit, Sünden, Reich­tümer und die Hin­gabe zu seinem mate­ria­li­sti­schen Guru. Der König ergab sich dann voll­ständig dem Herrn. Vāma­na­deva sorgte für Bali Mahārājas spi­ri­tu­elles Wohl, indem er ihm in die Zuflucht des ursprüng­li­chen Gurus Ānan­ta­deva gab.

Nur durch Liebe ist es mög­lich, die Seelen den Lotos­füßen Śrī Gurus zu weihen. Die Pflicht eines Mahārājas besteht darin, jeden, dem er begegnet, mit der Schü­ler­nach­folge zu ver­binden und ihn damit von uner­wünschter Gemein­schaft zu befreien. Jemand, der eine Bezie­hung zur guru‐varga besitzt, erlangt alle guten Eigen­schaften und Kräfte Bha­ga­vāns. Der Titel Mahārāja bedeutet mahān‐rūpa‐virājeta‐śobheti – „ein König, der Herzen durch Liebe erobert und sie mit reiner Hin­gabe erleuchtet“. Dieser mahān, diese große Seele, der andere zum Fuß­staub der Mahājanas, der reinen Gott­ge­weihten, weiht, ist der wahre Mahārāja. Unsere spi­ri­tu­ellen Mei­ster gewähren echten san­nyāsa dem­je­nigen, den sie für geeignet halten, ein Mahārāja, ein Über­bringer ihrer Liebe zu sein. Ein sol­cher Mahārāja ist der beste dāsa, der beste Diener, weil er von der Schü­ler­nach­folge ermäch­tigt wurde, jeden mit dem höch­sten Schatz gött­li­cher Liebe zu ver­binden. Einige, die im Auf­trag der Schü­ler­nach­folge han­deln, mögen sich als ācārya oder großen Lehrer sehen, und andere ver­stehen sich als unbe­deu­tenden Diener, der andere mit deren ewigen Dienst ver­bindet, doch beide arbeiten als Diener im Auf­trag der Schü­ler­nach­folge.“

Śrīla Bhak­ti­rakṣaka Śrīd­hara Gos­vāmī Mahārāja merkte an: „Du hast über ein schwie­riges Thema gespro­chen, aber du hast es leicht ver­dau­lich prä­sen­tiert. Gold ist ein hartes Metall. Wenn es erhitzt wird, schmilzt es, aber bald erstarrt es wieder. Wenn man es jedoch zu Asche ver­brennt, wird es nicht wieder seinen ursprüng­li­chen Zustand annehmen. Diese Golda­sche ist medi­zi­nisch wirksam, sofern sie richtig ver­ab­reicht wird. In glei­cher Weise sind die eso­te­ri­schen Kon­zepte von bhakti nur schwer zu ver­stehen. Gäbe es keine erfah­rene rasika-Vaiṣṇavas, könnte nie­mand in die bhakti-Geheim­nisse ein­dringen und sie anwenden bezie­hungs­weise die Lehren der Veden, des Vedānta, der Śrutis und Smṛtis ver­stehen.

In deiner Kind­heit hießt du San­toṣa. Dann taufte dich Prab­hupāda Sajjana‐Sevaka. Jetzt gab dir Pūjya­pāda Keśava Mahārāja den Namen Vāmana, als ob du klein wärest, aber in Wirk­lich­keit bist du Tri­vi­krama, sehr groß. Von Beginn an hast du in Vraja‐Paṭṭana, an der Quelle des vraja‐rasas, gedient. Des­wegen ist dein Herz von rasa erfüllt. Du wirst die Nach­folge Prab­hupādas wei­ter­führen und jeden in diesem rasa baden. Du bist die Zukunft unserer Sam­pra­dāya, ich habe Ver­trauen, dass du die Prin­zi­pien unserer Schü­ler­nach­folge auf­recht­erhalten wirst. Ich bin sehr mit dir zufrieden und segne dich von Herzen.“

Śrīd­hara Gos­vāmī Mahārāja stellte dann eine Frage an Tri­vi­krama Mahārāja: „Warum erhalten die san­nyāsīs in unserer Schü­ler­nach­folge Namen von Nārāyaṇa? Sehen wir uns alle als letzt­lich eins mit dem Brahman an?“

Śrīla Tri­vi­krama Mahārāja ant­wor­tete: „In der Nārāyaṇa Upa­niṣad heißt es: ‚smṛti nārāyaṇo yathā tathā – man soll sich zu allen Zeiten an Śrī Nārāyaṇa erin­nern‘. Das Śrīmad‐Bhāgavatam weist uns an:

avis­mṛtiḥ kṛṣṇa‐padāravindayoḥ
kṣīṇoty abhadrāṇi ca śaṁ tanoti
satt­vasya śud­dhiṁ paramātma‐bhaktiṁ
jñānaṁ ca vijñāna‐virāga‐yuktam
Śrīmad‐Bhāgavatam 12.12.55

Die bestän­dige Erin­ne­rung an die Lotos­füße Śrī Kṛṣṇas ver­treibt alles Unglück und gewährt das höchste Wohl. Das Herz des­je­nigen, der sich auf diese Art und Weise beschäf­tigt, wird voll­kommen rein und Hin­gabe zum Herrn, begleitet von Wissen, Ver­wirk­li­chung und Los­lö­sung von der Welt, erwacht.

Man sollte sich unter allen Umständen an den Herrn im Herzen erin­nern. Beides, Hören und Chanten, ist mit­ein­ge­schlossen, sobald man ein­fach die Namen Nārāyaṇas aus­ruft, und dies führt ganz natür­lich zum Erin­nern. Selbst wenn man einen gewöhn­li­chen Men­schen ruft, der den Namen Nārāyaṇa trägt, ist dies kīr­tana, und dieses Rufen zu hören, zählt unter śra­vaṇa. Die Namen Bha­ga­vāns sind für jeden segens­reich. Ajā­mila rief seinen Sohn, der Nārāyaṇa hieß, und obwohl Ajā­mila zahl­reiche Sünden auf sich geladen hatte, wurde er aus höl­li­schem Dasein erlöst und erlangte Befreiung. Um die Prak­ti­zie­renden im kīr­tana zu beschäf­tigen und ihnen zu helfen, sich immer an den Herrn zu erin­nern, tauft der spi­ri­tu­elle Mei­ster seinen Schüler auf einen Namen Bha­ga­vāns. Der Herr ist von Seinen Namen nicht ver­schieden; wenn daher Śrī Guru seinem Schüler mit einem Namen Bha­ga­vāns benennt, bringt er ihn damit den Lotos­füßen des Herrn dar. Dies ist nicht mit dem Ver­ständnis gleich­zu­setzen, das Lebe­wesen als das­selbe wie Brahman oder Bha­gavān anzu­sehen.“

Ja, das ist die schlichte Wahr­heit“, sagte Śrīla Śrīd­hara Mahārāja. Dann schaute er auf Śrīla Guru­deva und fragte: „Wie lautet Mahārājas Name?“

Bhak­ti­ve­dānta Nārāyaṇa Mahārāja“, ant­wor­tete Ācārya Kesarī.

Sajjana wurde Vāmana und Rād­hānātha wurde Tri­vi­krama“, sagte Śrīla Śrīd­hara Mahārāja, „aber du bist Nārāyaṇa geblieben. Nichts­de­sto­we­niger hast du Vai­kuṇṭha über­schritten und ver­fügst über große Kraft. Dein Guru­deva hat dir viel Ver­ant­wor­tung, Kraft und spi­ri­tu­ellen Reichtum gegeben. Ange­mes­sener guru‐dakṣinā bedeutet, das zu wie­der­holen, was dich dein Guru Mahārāja lehrte. Lege mir bitte des­halb dein Ver­ständnis von der Beson­der­heit Śrīla Prab­hupādas und der Gauḍīya‐Maṭha dar, und erhelle uns danach über die Bedeu­tung deines Namens Nārāyaṇa.“

Nachdem er Ācārya Kesarī, der Schü­ler­nach­folge und allen Vaiṣṇavas Ehr­er­bie­tungen dar­ge­bracht hatte, sprach Śrīla Guru­deva: „Die Gauḍīya‐Vaiṣṇava‐Paramparā kam in dieser Welt durch Mahāprabhu, die Sechs Gos­vāmīs und in jün­gerer Zeit durch Śrīla Bhak­ti­vinoda Ṭhākura und Śrīla Prab­hupāda Saras­vatī Ṭhākura herab. Es gibt viele Tempel und āśramas für Viṣṇu und Nārāyaṇa auf der Welt. Außerdem gibt es viele Schwindler, die ihre eigenen Zen­tren eröffnen und sich selbst zu Gott ernennen. Aber nie­mand hatte Tempel für den Dienst der svarūpa-śakti eröffnet. Durch die Barm­her­zig­keit und Inspi­ra­tion Śrīla Rūpa Gos­vāmīs, Raghun­ātha dāsa Gos­vāmīs, Śrīla Bhak­ti­vinoda Ṭhākuras, Śrīla Gau­ra­kiśora Dāsa Bābājī Mahārājas und der gesamten Schü­ler­nach­folge grün­dete Śrīla Prab­hupāda Saras­vatī Ṭhākura die Gauḍīya‐Maṭha: die erste Schule der Welt, die den Dienst zu svarūpa‐śakti Śrī­matī Rād­hārāṇī lehrt.

Śrīla Prab­hupāda eröff­nete die Gauḍīya‐Maṭha, um die Seelen zu lehren, wie man Śrī­matī dient und unter Ihrer Anlei­tung Kṛṣṇa dient. Gauḍīya bezieht sich auf die Nach­folger von Gaurī Rād­hikā. Durch die Ver­eh­rung des Brah­mans ent­wickelt man keine die­nende, son­dern eine unper­sön­liche Hal­tung. Nur unter der Füh­rung Śrī­matī Rād­hārāṇīs und der Vra­ja­devīs ist es mög­lich, eine die­nende Hal­tung Kṛṣṇa gegen­über zu erwerben, denn Ver­siert­heit in Kṛṣṇas Dienst wird nicht von Kṛṣṇa gegeben, viel­mehr erleuchten Seine geliebten Geweihten die wür­digen Anwärter mit vraja‐bhakti.

Cai­tanya Mahāprabhu stieg herab, um die Liebe Śrī­matī Rād­hikās zu erfahren und zugleich die Gele­gen­heit zu geben, Ihre ver­traute Die­nerin zu werden. Mahāprabhu beauf­tragte Nity­ā­n­anda Prabhu, Advaita Ācārya, Hari­dāsa Ṭhākura und Seine anderen Geweihten damit, die Men­schen auf den Pfad reiner Hin­gabe zu führen. Er wies die Gos­vāmīs an, vraja‐bhakti durch ihre Schriften bekannt­zu­ma­chen, und die Gos­vāmīs offen­barten den Ruhm und die Ein­zig­ar­tig­keit der Vra­ja­devīs.

Unter dem Ein­fluss der Zeit hatten sich viele Fehl­auf­fas­sungen aus­ge­breitet, die die Bevöl­ke­rung vom glück­ver­hei­ßenden Pfad abbrachten. Prab­hupāda Saras­vatī Ṭhākura eröff­nete die Gauḍīya Maṭhas, um die fehl­ge­lei­tete Masse der Men­schen wieder zu berich­tigen, und er bot ihnen die Gele­gen­heit, die Lehren der Gos­vāmīs prak­tisch anzu­wenden. Die Auf­gabe der Gauḍīya Maṭha besteht darin, zu lehren, und die Stim­mung der Vra­ja­vāsīs und Vra­ja­devīs zu erwecken.“

Śrīla Guru­deva erläu­terte dann weiter die Bedeu­tung des Namens Nārāyaṇa. Er sagte: „Unter Nārāyaṇa ver­steht man im all­ge­meinen den Namen des all­wis­senden Höch­sten Herrn, der auf dem Milch­ozean liegt und aus dessen Nabel der kos­mi­sche Lotus­s­tengel wächst, der die vier­zehn Pla­ne­ten­sy­steme in sich birgt. Nārāyaṇa bezeichnet auch den Herrn über allen Reichtum, den Herrn Vai­kuṇṭhas, des spi­ri­tu­ellen Rei­ches, das von Erstaunen und Ehr­furcht geprägt ist. Von der höheren Per­spek­tive der Ein­wohner des ewigen Vrajas jedoch bedeutet Nārāyaṇa der­je­nige, dessen Augen (nayana) mit Lotus­blü­ten­blät­tern und dessen Iris mit der blauen nīlimā-Blume ver­glei­chen werden; der­je­nige, der ein blaues Tuch (nīla‐vasana) trägt; der Geliebte, der obwohl eigen­ständig, immer mit Seiner Geliebten ver­eint ist, weil Er voll­kommen darin ver­tieft ist, Ihr Freude zu schenken; der den Höch­sten Herr­scher durch Seinen bloßen Sei­ten­blick kon­trol­liert; der durch den bloßen Glanz Seiner Zehen­nägel unzäh­lige ver­traute Gefährten Nārāyaṇas mani­fe­stiert, welche alle ihr eigenes Gemüt besitzen, obwohl sie aus der­selben Quelle stammen. Bei den Lotos­fü­ssen dieser gött­li­chen Per­sön­lich­keit kann die Gesamt­heit aller Lebe­wesen (nāra‐ayaṇa) in den Hainen, in denen dem all­an­zie­henden Herrn aller Lieb­lich­keit lie­bender Dienst dar­ge­bracht wird, Zuflucht und ewige Wohn­stätte finden. Gurupāda­padma hat uns barm­her­zi­ger­weise mit dem Ver­ständnis ein­ge­weiht, dass wir ewige Diener dieses Nārāyaṇas sind.“

Als Pūjya­pāda Śrīd­hara Mahārāja dies hörte, war er hoch­er­freut und sagte: „Nārāyaṇa Mahārāja, du bist ein beson­derer Zweig in Prab­hupādas Baum. Viele Früchte werden aus deinen Ver­wirk­li­chungen reifen und Tau­sende werden die Herr­lich­keit dieser Gauḍīya‐Paramparā ver­in­ner­li­chen, wenn sie den süßen Saft dieser Früchte kosten.“

Pūjya­pāda Śrīd­hara Mahārāja wandte sich an Ācārya Kesarī: „Śrīla Keśava Mahārāja, du hast ihnen wahr­haftig san­nyāsa gegeben. Sie sind fest mit der Guru‐Paramparā, mit Māyāpura und Navadvīpa‐Dhāma ver­bunden und ver­fügen über ein gutes Ver­ständnis davon. Du bist vom Glück begün­stigt. Prab­hupāda gab dir außer­ge­wöhn­liche Juwelen. Ich bin glück­lich, dass ich dir begegnen durfte. Sādhu‐darśana wird nicht ein­fach erlangt. Gott­lose Men­schen kommen ohne Ein­la­dung, aber sādhu‐darśana ist sehr selten, des­halb bin ich so froh. Meine Tür steht immer offen für dich, nicht nur die Tür meines Tem­pels, son­dern auch die Tür meines Her­zens. Ich wün­sche mir, dass du öfter kommst. Falls du nicht kannst, werde ich kommen und dich treffen. Ich sehne mich ständig nach solch erha­bener sādhu‐saṅga.“

Nachdem sie abschlie­ßend über Themen des Pre­di­gens gespro­chen hatten, erwiesen die großen Vaiṣṇavas sich lie­be­voll gegen­seitig Ehre und ver­ab­schie­deten sich.

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