Als­dann kamen die Pilger nach Harihara‐Kṣetra, der Ort, an dem Śiva glück­selig tanzt und Gaurāṅgas Namen singt. In Harihara‐Kṣetra erscheinen Viṣṇu und Śiva gemeinsam als Hari und Hara in einer Bild­ge­stalt. Die Form Mahā­deva Śivas, bekannt als Sadāśiva, gehört zum viṣṇu‐tattva; zugleich aber ist er ein Diener Viṣṇus und kein unab­hän­giger Herr­scher. Śiva gilt als der beste aller Vaiṣṇavas. Śiva‐tattva setzt sich aus einem Teil tama‐guṇa, einem Teil der win­zigen Natur der jīvas und einem Teil saṁvit- und hlādinī‐śakti zusammen. In der Brahma‐Saṁhitā wird Śivas Stel­lung so beschrieben: Milch kann durch ein Gerin­nungs­mittel in Joghurt umge­wan­delt werden, Joghurt jedoch nicht wieder in Milch. Viṣṇu wird mit Milch ver­gli­chen und Śiva mit Joghurt. Sadāśiva zer­stört die mate­ri­elle Welt. Er ist die vor­herr­schende Gott­heit der Erschei­nungs­weise der Unwis­sen­heit. Er ver­wirrt die­je­nigen, die sich von Kṛṣṇa abwenden, aber er schützt und segnet die­je­nigen mit Hin­gabe, die sich Kṛṣṇa zuwenden. Er selbst an seinem Wohnort Kailāśa ver­ehrt Śrī Śrī Rādhā‐Kṛṣṇa.

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