Die Pilger ver­brachten die Nacht in der Nähe von Cāṁpāhāṭi in einer Behelfs­un­ter­kunft. Dann, am vierten Tag des pari­kramā, begaben sie sich nach Ṛtud­vīpa.

Ṛtud­vīpa liegt nörd­lich von Cāṁpāhāṭi und süd­lich von Jah­nud­vīpa. Alle sechs Jah­res­zeiten ent­falten sich gleich­zeitig auf dieser Insel, doch der Früh­ling, der König aller Jah­res­zeiten, führt sie an. Rādhā-Kuṇḍa und Śyāma-Kuṇḍa liegen in Ṛtud­vīpa. Die Bäume dort tragen wun­der­schönen Blumen und köst­liche Früchte. Alles  erin­nert an die Spiele Śrīman Mahāprabhus und Rādhā-Kṛṣṇas. Tag und Nacht findet saṅkīrtana-yajña statt. Mahāprabhus prema-saṅkīrtana ist von Rādhā-Kṛṣṇas rāsa-līlā nicht ver­schieden, durch Mahāprabhus saṅkīr­tana werden die Seelen genährt und von nek­tar­glei­chem rasa erfüllt. Wer an diesem Ort bha­jana aus­führt, dem wird die  tran­szen­den­tale Welt offen­bart. Des­halb erstaunt es nicht, dass viele sādhus hierher kamen, um an diesem ver­hei­ßungs­vollen Ort ihren Gelübden zu folgen. Überall in dieser fried­li­chen Gegend sieht man die kuñja-kuṭīras (Blu­men­gärten) und bhajana-kuṭīras (Hütten, in denen bha­jana prak­ti­ziert wird) der hei­ligen Gott­ge­weihten. Bha­ga­vatī Paurṇamāsī und Vṛn­dā­devī resi­dieren hier an den beiden Orten, die man Kuṭīra-Pāḍā und Tulasī-Dāṅgā nennt.

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